Mai 07, 2021

Die Historie der Heilpflanze Cannabis

Die Historie, der Heilpflanze Cannabis

Tatsächlich hat Cannabis eine beeindruckende Gesichte, die bis in das Jahr 2800 v. Chr. zurückreicht. Forscher datieren die Originalversion des chinesischen Heilkräuterbuchs "Shennong" auf dieses Jahr zurück. Bereits in diesem Werk wird Cannabis als wirksames Heilmittel u. a. gegen Malaria, Rheuma sowie diverse andere Beschwerden deklariert.

Weiter führt uns die Geschichte zu den Griechen und Römern. In der europäischen Antike wurde die Hanfpflanze für weitaus mehr als "nur" ein Medikament und Genussmittel genutzt. Der Historiker Herodot (4. Jh. v. Chr.) beispielsweise sprach von Kleidung aus Hanffasern und der römische Naturwissenschaftler Plinius (1. Jh. n. Chr.) von der Wirkung gegen Schmerzen.

Auch archäologische Funde zu Cannabis untermauern die Tatsache, dass der Cannabis-Konsum keinesfalls eine neumodische Vergnügungserfindung der wilden 70er Jahre ist. Forscher gruben im Gebiet des heutigen Litauen Samen und Fäden aus, die um die 4500 Jahre alt sein sollen. Noch ältere Hanfsamen sowie eine jungsteinzeitliche Siedlung fand eine Archäologin im thüringischen Eisenberg. Bis in die Neuzeit galt die Pflanze als Rohstoff für die Herstellung sämtlicher Alltagsgegenstände, denn aus Hanf wurde u. a. Papier und Taue hergestellt.

Nach dem ersten Kreuzung im 11. Jahrhundert entdeckte man auch in Europa das medizinische Potenzial von Cannabis. Gemäß diverser Klosterschriften gilt Cannabis als effektives Heilmittel gegen Erkrankungen Bronchitis und Rheuma. Um Schlafstörungen, Neuralgien, Migräne und Epilepsie in den Griff zu bekommen, verordneten Mediziner des 19. Jh. Cannabispräparate und -Extrakte (z. B. CBD-Öl). In der zweiten Hälfte des 19. Jh. war Cannabis beliebter denn je.

Marihuana war in den USA das Schmerzmittel Nummer eins und in Europa gab es über 100 verschiedene Cannabis-Präparate zu erwerben.

Gut zu wissen

Biologen wissen seit 1785, dass sich Cannabis in mindestens zwei Arten unterteilen lässt.

Zum einen gibt es den gewöhnlichen Hanf, auch bekannt unter dem Begriff Cannabis Sativa, Cannabis Sativa existiert als Kulturpflanze und als Wildform.

Die zweite Art ist er Indische Hanf, auch Cannabis Indica genannt. Cannabis Sativa und Cannabis Indica weisen deutliche Unterschiede, sowohl äußerlich, als auch inhaltlich, auf.

Die unterschiedliche Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gilt als gravierendster Unterschied der Arten. Cannabis Sativa verfügt über einen eher geringen CBD-Gehalt dafür aber über einen hohen Anteil an psychoaktivem THC, was halluzinogen, stimulierend und anregend wirkt. Cannabis Indica allerdings wirkt Stressabbauend und Entspannend.

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